Margarete Rossignol

Margarete Rossignol, geb. Plath

7. Februar 1904 in Berlin – 1992 in Lichtenberg

Damenschneiderin in Heimarbeit, Arbeitersportlerin

Margarete Rossignol lebte mit ihrem zweiten Mann Fritz (1903-1993) seit 1932 in Hohenschönhausen, ab 1934 in direkter Nachbarschaft zu Minna Kaufmann in der Flusspferdsiedlung. Mit ihrem Mann Fritz gehörte sie zu den Gründer:innen der Widerstandsgruppe mit den Kaufmanns. In den 1930er Jahren geriet ihr Mann aufgrund seines Widerstandes gegen das NS-Regime in Haft. Margarete Rossignol hielt in dieser Zeit die Verbindungen zu den Freund:innen aus dem Arbeitersport aufrecht. Auch Margarete Rossignol war kurzzeitig inhaftiert, wurde aber im Prozess im Gegensatz zu ihrem Mann freigesprochen. 1939
bekam Margarete Rossignol eine Tochter, die wenige Minuten nach der Geburt verstarb. Im Januar 1945 wurde das Ehepaar erneut festgenommen und kam erst nach Kriegsende frei.

Erinnerung

2025 beschloss die BVV Lichtenberg, die Grünfläche Konrad-Wolf-Straße Ecke Degnerstraße in Alt-Hohenschönhausen nach Margarete Rossignol zu benennen.

  • BVVdN (Hrsg.): Widerstand in Berlin (Digital)
  • Fritz Rosssignol: Unsere Arbeit im Wohnbereich der Strausberger Straße 12 a-k in Hohenschönhausen. In: der illegale Kampf der KPD 1933-1945 in Berlin-Weißensee. Hrsg. vom Komitee der antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR Berlin-Weißensee.
  • Komitee der antifaschistischen Widerstandskämpfer Weißensee (Hrsg.): Antifaschistischer Widerstand in Berlin-Weißensee 1933-1945. Erinnerungen – Berichte – Erfahrungen. Berlin 1988. S. 60-65 und S. 111/112.

 

 

Die Biografie ist entstanden im Projekt „Widerständige Frauen gegen den Nationalsozialismus in Lichtenberg und umkämpfte Erinnerungen im öffentlichen Raum“, ein Projekt des Runden Tisches für Politische Bildung Lichtenberg, angesiedelt bei der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke in Trägerschaft der pad gGmbH in Kooperation mit Fritzi Jarmatz (Visuelle Kommunikation & Ideenräume), Trille Schünke-Bettinger (Antifaschistinnen aus Anstand & Netzwerk Frauentouren) und Straßenlärm Berlin e.V., gefördert durch das Bezirksamt Lichtenberg und die Landeskommission Berlin gegen Gewalt.