Es waren nicht viele Menschen, die sich gegen das NS-Regime stellten oder Verfolgte unterstützten. Dennoch gab es einen ungebrochenen Widerstand in Berlin und auch in Lichtenberg. Etwa ein Drittel der Widerständigen waren Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen. Ihre Aktivitäten waren breit und vielfältig. Ihre Geschichten sind jedoch oft wenig bekannt und an viele der Frauen wird öffentlich bislang nicht erinnert.
In diesem Workshop werden wir uns auf eine interaktive Spurensuche begeben und mehr über antifaschistische Widerstandskämpferinnen aus Lichtenberg und Hohenschönhausen erfahren. Außerdem werden wir uns damit beschäftigen, was die antisemitischen Bezüge mancher Lichtenberger Straßennamen sind und miteinander ins Gespräch kommen: An wen wollen wir erinnern? Wer soll öffentlich geehrt werden? Wie soll dies geschehen? Und was können wir aus dem Widerstand von damals für heute lernen?
Donnerstag, 5.3.2026
- 17:00 – 17:30 Führung in der Ausstellung „Umbenennen?! Berlins Straßennamen und ihre Geschichte.“ mit Dirk Moldt (Museum Lichtenberg)
- 17:30 – 20:30 Workshop mit Trille Schünke-Bettinger (Antifaschistinnen aus Anstand / Netzwerk Frauentouren)
Anmeldung unter mitmachen@licht-blicke.org bis zum 26.2.2026
Ort: Museum Lichtenberg, Türrschmidtstr. 24, 10317 Berlin
Barrierefrei erreichbar vom Hof aus. Bitte bei der Aufsicht melden.
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.
Die Teilnehmendenzahl ist auf 25 begrenzt.
Eine Veranstaltung des Runden Tisches für Politische Bildung Lichtenberg in Kooperation mit dem Museum Lichtenberg im Rahmen der Lichtenberger Frauenwoche.
Die Bildungsmaterialien beschäftigen sich anhand von ausgewählten Biografien (Rosa Kahn, Minna Kaufmann, Gertrud Rosenmeyer, Elsa Runge und Erna & Gerda Segal) mit dem Widerstand von Frauen gegen den Nationalsozialismus im Berliner Bezirk Lichtenberg. Im Mittelpunkt stehen ihre Biografien, Motivationen und Widerstandshandlungen sowie Formen der Erinnerung an sie. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beschäftigung mit Straßenbenennungen in Lichtenberg und den aktuellen Diskussionen um den Umgang mit umstrittenen, problematischen und antisemitischen Straßennamen und deren historische Hintergründe. Anhand von Beispielen aus Lichtenberg wird deutlich, wie Geschichte, Erinnerungskultur und Stadtbild miteinander verbunden sind. Der Workshop lädt dazu ein, sich kritisch mit Formen des Gedenkens auseinanderzusetzen und eigene Perspektiven auf Erinnerung im Stadtraum zu entwickeln.
Recherche und Texte zu antifaschistischen Widerstandskämpferinnen: Trille Schünke-Bettinger
Recherche und Texte zu Straßennamen mit antisemitischen Bezügen: Josepha Jendricke und Clara Westendorff (Straßenlärm Berlin e.V.)
Pädagogisches Konzept: Trille Schünke-Bettinger
Grafisches Konzept, Layout und Illustrationen: Fritzi Jarmatz
Projektkoordination und Lektorat: Sophie Groß
Projekt „Widerständige Frauen gegen den Nationalsozialismus in Lichtenberg und umkämpfte Erinnerungen im öffentlichen Raum“, ein Projekt des Runden Tisches für Politische Bildung Lichtenberg, angesiedelt bei der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke in Trägerschaft der pad gGmbH in Kooperation mit Fritzi Jarmatz (Visuelle Kommunikation & Ideenräume), Trille Schünke-Bettinger (Antifaschistinnen aus Anstand & Netzwerk Frauentouren) und Straßenlärm Berlin e.V., gefördert durch das Bezirksamt Lichtenberg und die Landeskommission Berlin gegen Gewalt.
Weitere Informationen und kostenloser Download der Bildungsmaterialien hier